Pädagogische Konzeption
Kinderladen Karolinenviertel e.V.
Budapester Straße 42
20359 Hamburg
Stand November 2025
1. Rahmenbedingungen
1.1. Historie
Der Verein Kinderladen Karolinenviertel e.V. wurde 1985 von Eltern und Nachbar*innen gegründet, um einen Kinderladen zu betreiben. Alle organisatorischen Aufgaben wurden damals von den Eltern übernommen. Nach der Anmietung geeigneter Räume entstand die Kindertagesstätte (Kita) Kinderladen Karolinenviertel zunächst in der Glashüttenstraße im Karolinenviertel. Nach einem Brand im Jahr 1987 und einem anschließenden Umzug, befindet sich der Kinderladen seit 1988 in den Räumlichkeiten in der Budapester Straße und bietet bis zu 32 Betreuungsplätze.
1.2. Träger/Verein
Auch heute noch werden wesentliche Entscheidungsprozesse von den Eltern, die allesamt Vereinsmitglieder sind, begleitet und mitgetragen. Auch der Vorstand des Vereins wird zum Teil aus der Elternschaft besetzt. Um eine bessere Kommunikation und Transparenz zu schaffen, entschieden wir uns im Jahr 2021 jedoch dazu, dass auch ein Teammitglied, Teil des Vorstands wird. Die pädagogische Arbeit wird im Wesentlichen vom pädagogischen Team gestaltet. Seit mehr als vierzig Jahren wird der Kinderladen Karolinenviertel durch die Mitgliedschaft beim Alternativen Wohlfahrtsverband SOAL professionell unterstützt.
Aufgrund der kleinen Einrichtungsgröße ist ein sehr familiärer Umgang untereinander möglich. Es besteht eine gut vernetzte und engagierte Elternschaft und auch ehemalige Kinder und Eltern pflegen häufig den Kontakt durch Besuche und fortlaufende Unterstützung. Auch die Vereinsmitglieder und Mitarbeitenden unterstützen sich in vielen lebenspraktischen Bereichen gegenseitig.
1.3. Einzugsgebiet
Der Stadtteil St. Pauli gehört zum Bezirk Mitte. Hier leben rund 22.300 Einwohner*innen. Die Budapester Straße ist eine Hauptstraße und eine Hauptverkehrsachse.
Im direkten Umfeld befinden sich weitere Kinderbetreuungseinrichtungen sowie zwei Schulen, ein Kulturzentrum, ein Turnverein, viele Spielplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Gewerbetreibende sowie ein Schwimmbad.
1.4. Aufnahmekriterien und Finanzierung
Wer sein Kind im Kinderladen anmelden möchte, kann via E-Mail, Anmeldeformular auf der Website oder telefonisch mit der Kita-Leitung Kontakt aufnehmen. Je nach Wunsch erhalten Interessierte dann einen Anmeldebogen oder können zunächst einen Besichtigungstermin in der Kita vereinbaren.
Da wir eine sehr kleine altersgemischte Familiengruppe sind, müssen wir bei der Platzvergabe darauf achten, dass sowohl das Alter des Kindes sowie das Geschlecht mit der Gruppenstruktur vereinbar sind. Wir bieten maximal 25 Kita-Plätze an, mindestens neun davon sind für Krippenkinder vorgesehen. Freie Plätze werden allen Familien zur Verfügung gestellt, unabhängig von deren Nationalität oder Religion. Der Eintritt in die Kita ist gekoppelt mit dem Eintritt in unseren Verein. Die Eltern sollen ein Interesse daran haben, in unserem gemeinnützigen Verein mitzuwirken.
Finanziert wird die Kindertagesstätte über das Gutscheinsystem der Stadt Hamburg.
1.5. Öffnungs- und Schließzeiten
Der Kinderladen hat montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet, freitags schließen wir bereits um 16:00 Uhr. Hierbei sind die Randzeiten von 8:00-8:30 Uhr und von 16:30-17:00 Uhr nur bei vorheriger Anmeldung angeboten. Während der Hamburger Winterferien gibt es eine ca. zweiwöchige Schließzeit.
1.6. Gruppenstruktur
Wir bieten in unserer Kita bis zu 25 Kindern von zwölf Monaten bis zum Schuleintritt einen verlässlichen Betreuungsplatz im Umfang von bis zu neun Stunden täglich. Wir betreuen in dieser Gruppenstärke mindestens neun Kinder im Krippenalter. Um Vielfalt zu leben, versuchen wir auch Betreuungsplätze von fünf oder sechs Stunden täglich möglich zu machen. Dieses geht aus finanziellen Gründen nur in vereinzelter Anzahl.
1.7. Personalstruktur
In unserem Team arbeiten ausschließlich ausgebildete, pädagogische Fachkräfte und Auszubildende. Zurzeit arbeiten in unserer Kita zwei Erzieherinnen und eine Heilerzieherin sowie zwei Auszubildende. Unser Team lebt Vielfalt. Wir beschäftigen männliche sowie weibliche pädagogische Fachkräfte mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Die Pädagoginnen sind mit unterschiedlichen Wochenstunden angestellt und über fast die gesamte, tägliche Betreuungszeit gemeinsam anwesend.
Wir sind ein Ausbildungsbetrieb. Mehrmals in der Woche sind Praktikant*innen in unserer Einrichtung, die bei uns eine fundierte Ausbildung absolvieren können. Zusätzlich können wir bei personellen Engpässen, wie etwa durch Krankheit, auf einen Pool an Aushilfskräften zurückgreifen und haben zudem engagierte Eltern, die in Notfällen unterstützend aushelfen. Gerne beschäftigen wir auch FSJler*innen.
Öffnungszeiten
Mo-Do: 8:00-17:00 Uhr
Fr: 8:00-16:00 Uhr
Randzeiten nach Anmeldung
Gruppengröße
Bis zu 25 Kinder
Alter: 12 Monate bis Schuleintritt
Mind. 9 Krippenkinder
Personal
Ausgebildete Fachkräfte
Erzieher*innen
Heilerzieherin
Auszubildende
Räumlichkeiten
Ca. 100 m² Fläche
5 Gruppenräume
2 Nassräume
Hochebene & Atelier
2. Lebensraum Kinderladen
2.1. Räumlichkeiten
Die Räumlichkeiten sind in eine ehemalige Altbauwohnung, die für den Kinderladen umgebaut wurde. Das Haus teilt sich in mehrere Stockwerke mit Wohnungen und einem Büro in den anderen Etagen. Der Kita-Betrieb findet im Untergeschoss auf ca. 100 m2 pädagogischer Fläche statt. Hier stehen den Kindern fünf Gruppenräume zur Verfügung. Zusätzlich gibt es zwei Nassräume mit Kindertoiletten, Wickeltischen, Waschrinnen und Badebereich. Die Garderobe ist im Eingangsbereich zu finden. Spielräume werden bei uns als „Bildungsraum“ angesehen. Die Kinder sollen in ihrer Kita nach eigenen Impulsen spielen und lernen können.
Die sehr großzügigen Spielflächen unserer Gruppenräume bieten unserer Gruppe viel Rückzugsraum. Dennoch entsteht bei den unterschiedlichen Altersgruppen der Wunsch nach mehr altersindividuellen Spielmöglichkeiten und Materialien, die sie ungestört nutzen können. So wollen wir den größten Gruppenraum weiterhin als „Familiengruppenraum“ nutzen. Besonderheiten des Gruppenraums sind die Hochebene (obere Spielfläche mit Kletteraufgang, unten mit Höhle und Fenster. Verkleidungsmaterialien und Decken sind nahe der Hochebene zu finden, um die Kinder im Höhlenbereich zu Rollenspielen zu animieren. Um den Elementarkindern bei Bedarf eine ungestörte Spielfläche zur Verfügung zu stellen, kann die Hochebene für die Krippenkinder unzugänglich gemacht werden. Speziell für die Krippenkinder bietet der Gruppenraum eine heimelige Polsterecke mit individueller Raumdekoration.
Im vorderen Bereich befindet sich inspirierendes Material für unsere Elementarkinder und zukünftigen Schulkinder: Eine kleine Leseecke, eine Mal- und Schreibecke mit Tafeln und magnetischen Buchstaben. Hier können auch in aller Ruhe Brett und Steckspiele und Puzzle gespielt werden. Nach Interessen oder Projekten können die Materialen ergänzt oder ausgetauscht werden. Zusätzlich verfügt der Raum über ein Atelier, das bei Bedarf ausgezogen werden kann und an dem die Kinder im Stehen mit Wasserfarben gestalten können.
Außerdem werden hier die Mahlzeiten eingenommen, gezielte Angebote mit den Kindern durchgeführt und in Freispielzeiten dient er als Kreativraum. Das Licht kann entsprechend der Aktivitäten gedimmt werden.
Im Schlafraum finden die Krippenkinder nicht nur ihre Schlafmöglichkeit sondern auch für ihr Entwicklungsalter konzipierte Materialien. Dabei legen wir Wert auf weniger und dafür ausgesuchte Spielwerkzeuge. Ausgewählte Flächen sind mit unterschiedlichen Belägen und Spiegelfolie ausgestattet, um die Wahrnehmung der Kinder zu unterstützen. Der Matratzenbereich mit seinen Kissen dient außerhalb der Schlafenszeit als Kuschelecke. An der Zimmerdecke gibt es eine Aufhängevorrichtung für Schaukeln. Altersentsprechende Bücher, Fotos und Malsachen können in der anderen Raumhälfte genutzt werden. Dort steht ein Sofa mit ansprechend ausgewählten, ausgestellten Bilderbüchern. Indirektes, warmes Licht sorgt in diesem Raum für Gemütlichkeit. Durch Erlebniswannen, Kriechtunnel, eine Kletterwand und Bewegungselemente können wir besondere Zeitfenster mit Bewegungsangeboten zur Verfügung stellen.
Der Flur ist durch kleine Deckenstrahler in alle Richtungen ausleuchtbar und dient uns in erster Linie als Ausstellungsfläche für Gemälde der Kinder oder für besondere, mit Kindern erarbeitete Wandverkleidungen aus Projektarbeiten. Es gibt variable Flächen für Magnetwände, die für Informationen und Fotoausstellungen genutzt werden. Außerdem ist eine Wandseite eine Tafel, die die Kinder zum Gestalten mit Kreide benutzen können.
2.2. Pädagogischer Konzeptansatz Familiengruppe
Mit dem Konzept der Familiengruppe möchten wir für die Kinder einen familienähnlichen, ergänzenden Lebensraum schaffen, in dem sie sich heimelig fühlen und von und miteinander lernen können.
Durch den nicht vorhandenen Gruppenwechsel von Krippe- zu Elementarbereich, können wir den Kindern und Eltern vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr als verlässliche Bezugspersonen zur Seite stehen. So bieten wir allen ein hohes Maß an Kontinuität, Bindung und Geborgenheit.
- Vorbildfunktion der älteren Kinder für die Jüngeren
- Fürsorge, Rücksichtnahme und liebevoller, hilfsbereiter Umgang
- Verständnis für das Können oder auch das Noch-nicht-Können der jüngeren Kinder
- Stärkung vom Selbstkonzept des älteren Kindes durch seine Vorbildfunktion
- Die älteren Kinder sichern ihre Kompetenzen durch die Wiederholung und Weitergabe an die Jüngeren
- Die jüngeren Kinder können vom meist konstruktiveren Konfliktverhalten der Älteren lernen
- Geringerer Leistungsdruck, da die Kinder mehr Zeit haben, in neue Rollen hinein zu wachsen
- Längerfristige Gemeinschaften/Freundschaften sind über die mehrjährige Betreuungszeit möglich
2.3. Bildungszeit Spiel
Spielzeit ist bei uns Bildungszeit! Denn das Spiel ist die Grundform, in der Kinder ihre Umwelt wahrnehmen und begreifen. So können sie ihr inneres Selbstkonzept entwickeln, stabilisieren und erweitern. Kinder sind von sich aus neugierig und tragen eine natürliche Entdeckerfreude in sich, die sie spielerisch ausleben, wenn wir ihnen Zeit, Ruhe und Raum dafür schaffen. Im Freispiel entscheiden die Kinder freiwillig mit, was, wie und mit wem gespielt und erlebt werden kann.
Auch „Nichtstun“ und die Entdeckung von Langeweile sind erlaubt. So können die Kinder herauszufinden, in welche „neue“ Richtung sie gehen möchten.
Im Freispiel lernen die Kinder sich miteinander auseinanderzusetzen, gemeinsam positive Erfahrungen zu machen, Kompromisse auszuhandeln und Entscheidungen zu treffen. Im Rollenspiel spielen sie Erlebtes sowie Erwachsenenverhalten nach und können so gemachte Erfahrungen verarbeiten und neue Handlungswege für sich finden und üben.
Die Aufgabe von uns Pädagog*innen im „Freispiel“ ist die eines aufmerksamen, einfühlsamen Beobachters, um den Kindern, wenn nötig, bei ihrem Selbstfindungsprozess, der Situation angemessen Hilfe anbieten zu können. Wir begleiten die Kinder achtsam und wertschätzend in ihrem erprobenden Tun. Wir setzen Impulse und lassen die Bedürfnisse der Kinder in gezielte, pädagogische Angebote mit einfließen. In diesem Zusammenhang ermöglichen wir unseren Kindern den Freiraum, nach ihren Neigungen und Bedürfnissen zu spielen und zu lernen. Wir lassen ihnen Zeit, um sich vielfältig zu erproben oder sich zurückzuziehen.
Wir gestalten die Freispielzeit der Kinder, indem wir den Räumen einen heimeligen Charakter geben, der bei den Kindern Eigenaktivität, Neugierde und Kreativität weckt. Dazu gehört auch, dass wir bei (fast) jeder Witterung die Zeit im Freien, auf umliegenden Spielplätzen verbringen.
2.4. Pädagogischer Schwerpunkt, Projektarbeit
Der situative Ansatz, unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern zu gestalten, ist für uns ein Leitgedanke, um den Kindern vielfältige Lebens- und Lernerfahrungen zu ermöglichen. Grundlagen hierfür sind:
- Vorangegangene, gelungene und vertrauensvolle Bindungsarbeit zwischen Kind und Pädagog*in
- Aufmerksame, durch Wertschätzung geprägte Beobachtung
- Aktuelle Lebenssituation, Umwelt und Jahreskreislauf, andere Kulturen, Religion
Wir gestalten keine künstliche „Förderitis“, sondern möchten gezielte Angebote und Projekte vom Interesse der Kinder ausgehend entwickeln und umsetzen. Diese können einen längeren oder kürzeren Zeitraum umfassen. Dabei kommt es auf die Intensität und die Freude vom Kind für das entsprechende Thema an. Denn nur lustvolles Lernen wird verinnerlicht und stärkt das Selbstkonzept des Kindes.
Unser Tagesablauf ist geprägt vom selbstbestimmten Tun der uns anvertrauten Kinder, dem mit immer wiederkehrenden Ritualen und nachvollziehbaren Gruppenregeln ein Rahmen gegeben wird. So erfahren die Kinder Halt und Sicherheit.
Die Bildungsbereiche der Hamburger Bildungsleitlinien fließen in diesen Prozess auf ganz selbstverständliche Weise mit ein, ohne dass die Kinder einen dicht getakteten Stunden-, Wochen-, Monatsplan abarbeiten müssen, um ihre Entwicklung zu beschleunigen.
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Afrikanisches Sprichwort
Dieses afrikanische Sprichwort gilt auch für Kinder.
Die Angebote finden sowohl mit der Gesamtgruppe, wie auch in Kleingruppenarbeit statt. Ausgangspunkt ist die Freiwilligkeit der Kinder. Die Zusammensetzung der Kleingruppe kann altersunterschiedlich oder altershomogen sein. Auch das machen wir vom aktuellen Thema und dem dazu gehörenden Angebot abhängig.
In unserem Kita-Alltag ist es wichtig, dass wir den Krippen- und Elementarkindern eigene Lernzeiten und Lernräume zur Verfügung stellen (s. Tagesablauf und 2.1. Räumlichkeiten).
Lernziele in unserem pädagogischen Ansatz:
- Kontakt aufnehmen, Neues wagen
- Sich als Gruppenmitglied anerkannt fühlen und auch die anderen Kinder akzeptieren und einfühlsam mit ihnen agieren
- Verantwortung für sich und andere übernehmen
- Sich selbst zurücknehmen können, Abwarten aushalten
- Eigenaktivität entwickeln und Bedürfnisse formulieren
- Selbständigkeit und eigene Stärken erkennen und weiterentwickeln
- Ausleben von Ideen, Kreativität und Phantasie
- Enttäuschungen und Konsequenten aushalten können
- Umgang mit Konfliktsituationen erlernen
- Gruppenregeln erarbeiten, verstehen und umsetzen können
Für diese Lernziele ist es wichtig, die Kinder partizipativ miteinzubeziehen. Unser wöchentlich stattfindende Ausflugstag oder Walderlebnistag wird ebenfalls in den pädagogischen Alltag mit eingebunden oder kann neue Impulse für Projekte und Angebote geben.
2.5. Eingewöhnung
Laut Bindungsforschung ist bekannt, dass Kinder auch im Krippenalter in der Lage sind, zu mehreren Erwachsenen eine Bindung aufzubauen. Ausschlaggebend für eine gute Bindung ist emotionale Wärme, Verlässlichkeit und Zuwendung. So entsteht eine vertrauensvolle Beziehung aufgrund derer ein Kind ein positives Selbstbild entwickeln kann. Der Aufbau und der Erhalt einer vertrauensvollen Beziehung ist für die Mitarbeitenden die Basis für jegliche pädagogische Handlung.
Für uns macht das deutlich, wie wichtig eine behutsame Eingewöhnung für die uns anvertrauten Kinder ist. Wenn diese gelingt, hat das Kind ein stabiles Fundament für seine positive Entwicklung und Vertrauen darin, neue Beziehungen zu initiieren und anzunehmen. Der sanfte Übergang des Kleinkindes aus dem familiären Umfeld in die Kindertagesstätte ist von großer Bedeutung. Eine stabile Beziehung zu einer fremden Person kann nur allmählich aufgebaut werden. Dies ist am ehesten gewährleistet, wenn die Gewöhnung an die neue Umgebung, die anderen Kinder und die noch nicht vertrauten Erwachsenen langsam und unter Begleitung der Eltern von Statten geht.
Die Kita arbeitet hier in Anlehnung an das so genannte „Berliner Modell“. Dies ist kein starres Programm, sondern dient als Orientierungsrahmen für die Übergangszeit vom Elternhaus in die Kita. Der Eintritt des Kindes in den Alltag der Kindertagesstätte bedeutet sowohl für das Kind als auch für die Eltern eine große Veränderung und Umstellung. Während der Eingewöhnungszeit, die in der Regel zwischen einer und drei Wochen dauert, soll dem Kind durch Begleitung einer Hauptbezugsperson (Mama, Papa, Oma …) das „Vertrautwerden“ an die neue Umgebung und der Aufbau einer „Bindungsbeziehung“ zu den Mitarbeitenden ermöglicht werden. Die Kooperation aller am Eingewöhnungsprozess Beteiligten ist dabei unverzichtbar.
In den ersten Tagen ist das Kind damit beschäftigt, neugierig die noch unbekannte Umgebung mitsamt den Menschen zu erkunden. Die Vielzahl der neuen Eindrücke zu verarbeiten und in der Einrichtung kennen zu lernen, verlangen dem Kind eine hohe Anpassungsleistung ab. Es versucht immer, das innere Gleichgewicht zu halten. Dabei ist es auf eine „sichere Basis“, einen „sicheren Hafen“, der ihm Halt gibt, angewiesen. In den ersten Tagen der Eingewöhnung werden diese durch die begleitende Bezugsperson dargestellt. Später, wenn das Kind ausreichend Vertrauen aufgebaut hat, übernimmt die pädagogisch mitarbeitende Bezugsperson diese Funktion.
Grundphase
In den ersten Tagen kommt die pädagogisch mitarbeitende Bezugsperson, immer zur selben Zeit, mit dem Kind in die Kita. Der begleitende Elternteil verhält sich möglichst passiv. Das Kind sollte von diesem nicht bespielt oder unterhalten werden. Dadurch soll das Kind die Möglichkeit erhalten, sich auf die neue Umgebung einzulassen. Das Elternteil fungiert nur als wohlwollender Schutz und Rückzugsgelegenheit für das Kind. Zudem soll das Kind spüren können, dass auch das Elternteil sich in der neuen Umgebung wohlfühlt. Das gibt ihm Sicherheit. Es wird sich auf seinen ersten Erkundungen immer wieder eine Rückversicherung vom Elternteil einholen.
Der für das Kind als Bezugsperson bestimmte Pädagog*in wird durch kleine Spiel- und Gesprächssituationen Kontakt zum Kind und zum Elternteil aufnehmen. Das Kind soll erleben,
dass das Elternteil in Vorbildfunktion gerne mit der neuen Bezugsperson zusammen ist und ihr vertraut. So fällt es auch dem Kind leichter, sich auf die Bezugsperson einzulassen.
In den ersten Tagen dauert der Aufenthalt in der Kita nicht länger als eine Stunde und wird dann, je nach Wohlfühlfaktor des Kindes, stetig verlängert. In der ersten Woche wird die Bezugsperson beim Wickeln des Kindes dabei sein, um es dann zum empathisch passenden Zeitpunkt zu übernehmen.
Stabilisierungsphase
Erst wenn die pädagogische Bezugsperson eine gute Beziehung zu dem Kind aufgebaut hat, wird sie das Elternteil um einen ersten Trennungsversuch bitten. Dazu wird ein bestimmtes, kurzes Abschiedsritual zwischen den Bezugspersonen entwickelt und abgesprochen. Anhand vom Verhalten des Kindes bei dieser ersten Trennung wird das weitere Verfahren der Eingewöhnung vorsichtig, abwägend vereinbart. Lässt das Kind die Trennung zu und lässt sich beim Abschiedskummer trösten, ist ein guter Anfang gelungen. Nun können die Trennungszeiten, nach Verhalten des Kindes, stetig verlängert werden und das Kind kommt zu neuen Zeiten. Etwa zum Morgenkreis oder Frühstück. Wichtig ist immer die Begrüßung und stetige, nahe Begleitung der pädagogisch mitarbeitenden Bezugsperson. Auch die Eltern müssen sich in der Eingewöhnungszeit immer bereithalten, um schnell vor Ort zu sein.
Schlussphase
Die pädagogische Bezugsperson wird das Kind nun nach und nach durch alle Phasen des Kita-Tages begleiten. Wenn das Kind sich von seiner Bezugsperson nicht nur trösten lässt, sondern sich auch durch ihre bloße Anwesenheit im Spielgeschehen sicher fühlt, wenn es entspannt an den Mahlzeiten teilnimmt und in der Kita schläft, sprechen wir von einer abgeschlossenen Eingewöhnung. Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern und die Eltern sollten diese Zeit auf jeden Fall einplanen. Die individuellen Bedürfnisse des Kindes stehen während der gesamten Eingewöhnung im Vordergrund. Das kann bedeuten, dass die hier beschriebene Struktur nicht starr eingehalten, sondern der individuellen Situation angepasst wird. Jedes Kind hat eigene Vorerfahrungen in Bezug auf Bindungsverhalten und sein eigenes Tempo in der Annäherung an eine neue Umgebung und neue Menschen.
Vorbereitung der Eltern auf die Eingewöhnung ihres Kindes
Der eingewöhnende Elternteil sollte sich für die Zeit der Eingewöhnung mindestens vier (besser sogar sechs) Wochen Zeit nehmen, um das Kind zu begleiten.
- In einer Zeit der Umbrüche fällt es den Kindern schwerer, sich in eine neue Umgebung einzuleben. Soweit Veränderungen absehbar sind, sollte dies hinsichtlich der Eingewöhnung bedacht werden (Umzug, Schwesterchen wird geboren, …)
- Es hilft dem Kind, wenn Essens- und Schlafenszeiten im Vorfeld in etwa an die der Kita-Zeiten angepasst werden
- Falls das Kind vor der Eingewöhnung krank ist, so ist es wichtig, dass wir erst dann mit der Eingewöhnung beginnen, wenn es wieder ganz fit ist.
2.6. Ernährung
Unsere Einrichtung wird durch einen externen Anbieter mit Mittagessen versorgt, der fast ausschließlich „Bio“ Produkte benutzt. Die Speisen sind ausschließlich vegetarisch. Auf gesundheitliche Diätkost versuchen wir bei der Essensbestellung Rücksicht zu nehmen. Obst und Rohkost gibt es als Snack zwischendurch. Über den Tag verteilt und während der Mahlzeiten stehen für die Kinder Wasser und Tee als Getränke bereit. Beim Frühstück stellen wir auf Wunsch nicht nur Kuhmilch, sondern auch Hafermilch zur Verfügung.
Das Frühstück kaufen wir mit den Kindern gemeinsam ein, um ihnen hier die Möglichkeit der Partizipation zu bieten. Wir achten, soweit es geht, auf frische, regionale und biologische Waren. Zum Frühstück bieten wir Brot an, verschiedene Käse- und Frischkäsearten, vegane Streichcremes, Nussmus, (selbstgemachte) Marmelade sowie Müsli und Joghurt aus Kuh- und/oder Sojamilch und wechselnde Obst- und Gemüsesorten.
Zu besonderen Anlässen oder bei bestimmten Projekten wird mit den Kindern gekocht.
Wir achten darauf, dass die Kinder sich bei den Mahlzeiten selbständig auffüllen und sich gegenseitig unterstützen.
Jedes Kind entscheidet zu allen Mahlzeiten, was und wieviel es essen möchte!
Bei Ausflügen lassen wir uns von den Eltern Lunchpakete mitgeben und/oder bereiten diese mit den Kindern gemeinsam vor (Einkauf, Gemüse schneiden etc.).
Das Frühstück findet von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr statt.
Das Mittagessen beginnt um 12:30 Uhr und an manchen Tagen für die Krippenkinder bereits etwas früher.
Essen regt die Sinne an und ist ein lustvoller Vorgang. Vor allem für die Krippenkinder. Die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten sollen den Kindern Freude bereiten und in einer harmonischen Atmosphäre stattfinden.
2.7. Gesundheitsförderung
„Ich und Mein Körper“, „Gesundes Essen und ungesundes Essen“, „Karius und Baktus“, „Sauberkeitserziehung“ sind immer wiederkehrende Projektthemen mit den Kindern, weil die Inhalte in unserem Alltag eine hohe Präsenz haben.
Kinder erfahren sich in jedem Entwicklungsalter über ihren Körper. Über Bewegung und Wahrnehmung erkunden sie sich und andere. Was kann ich? Was mag ich? Sind Fragen zu denen sie u.a. Antworten suchen. Sie erkennen und sind neugierig auf körperliche Unterschiede und wollen sich und andere entdecken.
Wir vermitteln kontinuierlich Inhalte zu den folgenden Punkten:
- Zähne putzen nach dem Essen
- Zusammenarbeit mit der Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e.V.
- Toilettenbesuch, Wickelzeit
- Ausreichend Händewaschen
- Sonnenschutz
- Wahrnehmungsangebote mit Schaum, Federn, Wasser
- Frischluftzeiten
- Nahrung zubereiten
- Regeln und Grenzen besprechen
3. Inhalte der pädagogischen Arbeit
3.1. Tagesablauf
8:00 Uhr – Bringzeit (Frühdienst bis 8:30 Uhr)
9:00 – 9:30 Uhr – Frühstück (Bitte nicht stören!)
9:30 – 10:00 Uhr – Freispiel und Bringzeit
10:00 Uhr – Morgenkreis (zum Morgenkreis sollten alle Kinder da sein)
10:30 – 12:00 Uhr – Spielplatzzeit mit Freispiel und/oder Angeboten
10:30 Uhr – Wickelzeit
12:30 Uhr – Mittagessen
13:00 – 15:00 Uhr – Schlafzeit, Freispiel, Angebote für die älteren Kinder
15:00 Uhr – Obstpause
15:00 – 17:00 Uhr – Abholzeit und Freispiel (Spätdienst ab 16:30 Uhr)
Der Ausflugstag kann variieren. Ausschlaggebend sind die personelle Besetzung, Witterung und Öffnungszeiten und Terminvergabe von öffentlichen Institutionen. In der Regel findet der Ausflug jedoch am Mittwoch statt.
3.2. Morgenkreis
Der gemeinsame Start in den Tag mit dem Morgenkreis hat für uns eine große Bedeutung. Begrüßung, Erlebnisse erzählen, Anteilnahme an den Befindlichkeiten anderer Kinder nehmen, Absprache, Diskussionen, Spiel und Spaß gehen hierbei Hand in Hand und haben je nach Dringlichkeit Priorität.
Viele Themen oder der Einstieg in ein neues Projekt finden im Morgenkreis ihren Anfang.
3.3. Sprache
Kinder haben immer eine „Sprache“ und vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Für ihre sprachliche Bildung haben wir in allererster Linie eine große Vorbildfunktion. Verständlich, deutlich mit Ausdruck und unterstreichender Mimik. Wir motivieren die Kinder Erlebtes zu erzählen und hören aktiv zu. Wir geben den Kindern die Möglichkeit durch spielerische Angebote sich in ihrer Sprache zu entwickeln:
- Lieder und Bewegungslieder
- Bilderbücher, Geschichten erzählen
- Besuche in der Bücherhalle
- Fingerspiele, Reime, Tischsprüche
- Gespräche im Morgenkreis
- Brettspiele
Kompetenzen, die erlernt werden:
- Dinge benennen können
- Erweiterung vom Wortschatz
- Schildern von Erlebnissen
- Aufträge verstehen und umsetzen
- verbale Auseinandersetzung mit Kindern und Erwachsenen
- Wünsche äußern und anhören
- wertschätzende Ansprache
- Konflikte auf verbaler Ebene verhandeln
3.4. Musik
Schon im Morgenkreis wird es bei uns musikalisch. Wir beginnen den Tag mit einem gemeinsamen Begrüßungslied: „Halli Hallo“. So werden die Kinder motiviert mitzusingen und zu tanzen. Die Kinder erlernen über ihre gesamte Kita-Zeit einen großen Schatz an Liedern, Bewegungsliedern und Fingerspielen, deren Wiederholung sie immer wieder einfordern, weil es ihnen Spaß macht zu singen und sich dabei zu bewegen. So erlernen die Kinder schon früh, sich Melodien zu merken und sich in der Sprache und Aussprache zu üben. Selbst die Krippenkinder wippen, lallen und klatschen mit Freude und Engagement. Rhythmus wird spielerisch geübt und verinnerlicht.
Musikinstrumente stehen sichtbar für die Kinder bereit und können zu musikalischen Freispieleinheiten hinzugezogen werden. Die Kinder lernen unterschiedlichste Instrumente kennen und bekommen ein Gehör für ihre Töne.
Bei gezielten Angeboten benutzen wir die Instrumente, um Geschichten und Lieder zum Klingen zu bringen, Bewegungsspiele zu untermalen oder wir üben einfach einen Rhythmus ein:
- Laut und leise,
- schnell und langsam,
- sanft und kraftvoll
- hoch und tief
sind alles spannende Erfahrungsmöglichkeiten.
Musik darf aber auch vom Band kommen. Leise Entspannungsmusik, Klassik oder „Remmidemmi“ zum Toben und laut sein. Hierfür besitzen wir eine Musikbox, die mit verschiedenen Medien gekoppelt werden kann.
Kompetenzen, die erlernt werden:
- Gefühl für Rhythmus und Takt
- Sprachförderung
- Spaß haben am „laut“ singen
- erlernen von Melodien
- Singstimme als Instrument zu erkennen
- Klänge und Töne zuordnen
- Vereinbarung von Gesang und Bewegung
- Merkfähigkeit
3.5. Bewegung
Bewegung und Wahrnehmung sind eine der wichtigsten Bedürfnisse von Kindern und von Geburt an bedeutungsvoll für ihre Entwicklung. Sich bewegen heißt für Kinder aktiv ihre räumliche und materielle Umwelt kennenzulernen, zu erfahren und zu verändern. Durch dieses Handeln lernen Kinder Ursache und Wirkungszusammenhänge kennen und begreifen. Die Selbsterfahrungen, die die Kinder durch Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote machen können, hilft ihnen dabei ein Bild von sich selbst und ihren Fähig- und Fertigkeiten zu bekommen. Auf diesem Weg gelingt es den Kindern, sich mit sich selbst zu identifizieren und eine gesunde „Ich“-Stärke aufzubauen.
Kinder mit einem positiven Selbstkonzept gehen mit geringerer Ängstlichkeit und größerer Energie an neue Aufgaben heran.
(R. Zimmer, Handbuch der Bewegungserz.)
Wir bieten den Kindern freie und gezielte Bewegungsangebote an. Dabei ist die Spielidee Ausgangspunkt unserer Angebote in diesem Bereich. Klettern an unserer Hochebene, Schaukeln in der Hängematte, aber auch Rückzug durch Höhlenbau etc. Wir sind (fast) jeden Tag mit den Kindern auf den umliegenden Spielplätzen unterwegs, wo sie zahlreiche, unterschiedlichste Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen machen können. Auch unser „Ausflugstag“ (s. 3.10.) ist unter dem Schwerpunkt „Bewegung und Wahrnehmung “ konzipiert.
Unsere Bewegungsangebote dienen nicht dazu, sportlichen Ehrgeiz bei den Kindern zu wecken oder zu Höchstleistungen anzuspornen. Leistungsanforderungen und -überforderungen haben in unserer Bewegungserziehung keinen Platz. Im Vordergrund stehen die Lust und die Freude an Bewegungsaktivitäten und die Neugier vom Kind an seiner Umwelt. Jedes Kind bestimmt über sein Lerntempo und die eigene Entwicklung. Die Aufgabe von uns Pädagog*innen ist es, den Kindern vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen zu ermöglichen, in denen sich jeder an Hand seiner Entwicklung und seinen Fähigkeiten ausprobieren kann.
Gezielte Bewegungserfahrungen bieten wir den Kindern in Form von:
- Bewegungsspielen (frei und angeleitet)
- Bewegung mit Alltagsmaterialien,
- Geschicklichkeitsübungen
- Bewegungsliedern
- Gestaltung vom „Spielplatz“ im Raum
Gezielte Wahrnehmungserfahrungen bieten wir den Kindern in Form von:
- Wannen mit unterschiedlichen Materialien wie Bällen, Kastanien, Kugeln, Sand, Wasser
- Klangelemente
- Transport und Stapelspielzeug
- Fotobücher der Kinder
- Schmier- und Matschangebote, z. B. Schaum, Kleistermatsche, Naturmaterialien, Pfütze und Sand etc.
- Wasserspiele und Eincremen
Lernkompetenzen in diesem Bereich:
- ein positives Selbstkonzept erlangen
- Kraft und Stärke
- Vitalität und Erschöpfung
- grobmotorische Fähigkeiten (u.a. fangen, hüpfen, rollen, springen u.v.a.m.)
- Koordination von Bewegung und Gleichgewicht
- Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen
- Spaß und Freude an Bewegung in jeder Entwicklungsphase
- Förderung der Wahrnehmungsbereiche
- Auseinandersetzung mit Anderen, gemeinsame Umsetzung von Ideen
- Erlernen von Kreis-und Bewegungsspielen
- Regeln aushandeln und einhalten
- eigene Bedürfnisse erkennen und ausleben können
- Mut, Neues zu wagen
3.6. Kreativität, Gestaltung
Fantasie und Kreativität zieht sich durch alle Lebensbereiche der Kinder. Wenn man den Kindern Raum, Zeit und unterschiedliche Materialien zur Verfügung stellt, gehen sie mit allen Sinnen, eigenen Ideen und Ausdrucksmöglichkeiten nach. Hierbei steht weder für die Kinder noch für uns das Endprodukt im Vordergrund, sondern das sinnliche Erfahren im Umgang mit Farben, Formen, Techniken etc.
Wir stellen den Kindern ein großzügiges, atmosphärisches Atelier zur Verfügung, das mit ausreichend unterschiedlichen Alltags- und Kunstmaterialien ausgestattet ist und es den Kindern ermöglicht, großflächig zu Malen. Auch für Malen nach Musik steht den Kindern der Weg frei. Kreativ sein bedeutet aber auch nach eigenen Lösungen zu suchen und verschiedene Handlungswege zu erproben. Spielzeug umzufunktionieren, sich für das eigene Spiel passend machen und in der Bauecke tolle Konstrukte erbauen, ist alles als kreatives Handlungswerk der Kinder anzuerkennen.
Wir bieten den Kindern verschiedene Materialien an, mit denen sie bauen und konstruieren können. Bausteine aus Schaumstoff, Holz, Pappziegelsteine, Lego und diverse Alltagsmaterialien wie Papprollen, Kästen, Becher etc. Nicht alle Materialien werden zur gleichen Zeit in einem Raum angeboten. Wir finden „Weniger ist mehr“ und variieren in der Materialauswahl. Im Wald haben die Kinder zudem noch Naturmaterialien, die sie gestalterisch und kreativ verwenden können. Regale und Wände stehen den Kindern als wertschätzende Ausstellungsfläche für Bilder und Bauten zur Verfügung. Verkleiden, Schminken, in andere Rollen schlüpfen und darin neue Ausdrucksformen finden oder nachspielen zu können, spiegelt den Einfallsreichtum und die Phantasie der Kinder wider. Hierfür bieten wir den Kindern eine Verkleidungsecke an.
Kompetenzen, die in diesem Bereich erlernt werden können:
- Umsetzung eigener Ideensammlungen
- Kennenlernen und Umgang mit unterschiedlichen Materialien
- feinmotorische Fertigkeiten wie schneiden, reißen, fädeln, falten, stapeln etc.
- haptische Erfahrungen durch diverse Knetmassen, Kleister, Matsche
- ein Gefühl für Ästhetik, Farben und Formen
- Gefühl für Ursache und Wirkung
- Ruhe und Entspannung
- Stärkung des Selbstkonzepts durch eigenständiges Erfahren und Ausprobieren
3.7. Ausflüge
Ausflüge sind für alle Beteiligten eine Bereicherung im Kita-Alltag und bieten den Kindern die Möglichkeit, ihren Stadtteil und darüber hinaus ihr Umfeld zu erkunden und kennenzulernen. Da wir kein eigenes, großflächiges Außengelände besitzen, sind wir täglich im Stadtteil auf den Spielplätzen unterwegs. Unseren Kindern ist es daher wichtig auch außergewöhnliche Ausflüge zu machen, die über ihr nahes Umfeld raus gehen. Seit März 2025 bieten wir aus diesem Grund einen wöchentlichen „Ausflugstag“ für die Kinder an. Dieses Angebot wird vorherrschend den Elementarkindern zur Verfügung stehen, die wir in die Planung des jeweiligen Ausfluges mit einbeziehen werden. Die Ausflugstage können in Projekte eingegliedert werden, sodass Institutionen wie Museen, Theater, Polizei, Hafen etc. besucht werden oder aber Naturspielplätze wie z. B. der Elbstrand oder Planten un Blomen.
Regelmäßige Besuche der öffentlichen Bücherhallen und der Einkauf von Lebensmitteln gehören bei uns zum festen Bestandteil der regelmäßigen Angebote.
Mindestens einmal im Jahr planen wir einen großen Ausflug, bei dem wir beispielsweise in den Wildpark, auf den Kinderbauernhof o.ä. fahren. Zusätzlich besuchen wir jährlich das Miniatur Wunderland in der Vorweihnachtszeit zu den „Kita-Tagen“.
4. Dokumentation
4.1. Portfolio
Wir gestalten für und mit den Kindern Portfolios, die sie am Ende ihrer Kita-Zeit mitbekommen. Während der Krippenzeit schreiben die Pädagog*innen Erlebnisberichte und Situationsbeschreibungen, die mit Fotos noch verdeutlicht werden. Mit dem zweiten und dritten Lebensjahr sowie der zunehmenden Selbständigkeit der Kinder, werden diese in die Gestaltung mit einbezogen und können die Portfolios mit ihren Gedanken, Kreativarbeiten etc. befüllen. Die Portfolios können im Beisein der Kinder oder nach deren Einverständnis angeguckt werden.
4.2. Galerie, Ausstellung
Dokumentation findet bei uns in vielfältiger Form für die Eltern und auch Kinder statt.
Hierzu gehören:
- Portfolios
- Entwicklungsberichte
- Fotowände von Erlebnissen und Ausflügen
- Regelmäßige Elternbriefe
- Tagesplan im Eingangsbereich
- Tafel mit Essensplan, Aktuellem, Terminen
- Ausstellung der gemalten Bilder an den Wänden
- Ausstellungsfläche vom Gebauten
- Fotos
- Ausstellungsflächen von Skulpturen
5. Eltern im Kinderladen
5.1. Eltern als Bereicherung der Familiengruppe
Unsere Eltern in der Kita sind für uns die wichtigsten Partner*innen in der Arbeit mit ihren Kindern. Sie sollen sich in unserem Kindergarten ebenso wohl und geschätzt fühlen wie ihre Kinder selbst. Die gemeinsame Kita-Zeit beginnt mit der Eingewöhnung und ist für die Eltern meist ein emotionales Ereignis, das oft mit vielen Unsicherheiten einhergeht. Häufig ist es für die Eltern das erste Mal, dass sie sich über längere Zeit von ihrem Kind trennen und sie haben verständlicher Weise viele Fragen. Uns ist es aus diesem Grund sehr wichtig mit den Eltern im engen, feinfühligen Kontakt und Austausch zu sein, damit auch sie Sicherheit und Vertrauen empfinden, um beruhigt zur Arbeit gehen zu können. Wir gewöhnen also nicht nur die Kinder ein, sondern auch unsere neuen Eltern. So können wir gleich von Anfang an, für und mit allen Beteiligten, den Grundstein für eine stabile Beziehung und Bindung legen, die uns über die Jahre begleitet.
Der gemeinsame Dialog mit den Eltern bleibt Dreh und Angelpunkt während der Kita-Zeit. Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder. Sie kennen ihre Gewohnheiten, Ängste, Vorlieben und können unsere Arbeit in vielerlei Hinsicht stützen.
Wir sind eine sehr kleine Kita und Eltern fühlen sich schnell wie in einer „großen“ Familie zu Hause. Das liegt unter anderem daran, dass wir die Eltern an vielen pädagogischen Prozessen teilhaben lassen und unsere Arbeit sehr transparent gestalten. Wir gehen mit den Eltern sehr fürsorglich und wertschätzend um und bekommen das von ihnen zurückgespiegelt. Das Klima in unserer Kita ist geprägt von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und das ist gut so, weil wir Eltern brauchen, die sich mit unserer Einrichtung identifizieren und sich nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten mit einbringen. Das können Helferdienste bei personellem Engpass sein, kleine Reparaturdienste oder ein Putztag vor der Schließzeit. Wir haben uns den Charakter einer „Elterninitiative“ noch ein Stückweit erhalten, denn das macht uns „besonders“ und jeden einzelnen „wichtig“!
5.2. Elterngespräche und Elternabend
Neben den spontanen Gesprächen zwischen Tür und Angel gibt es Elterngespräche zu regelmäßigen Terminen sowie nach Bedarf. Dies gibt Eltern und Mitarbeitenden jederzeit die Möglichkeit, sich zum Wohle des Kindes in der gewünschten Tiefe auszutauschen. Spielverhalten, Entwicklungsstand und Wohlbefinden können Themen in diesem Gespräch sein, aber auch Veränderungen im Familienleben, Gruppenstrukturen etc. Die Eltern können Fragen und Wünsche äußern und es kann ein Austausch über unterschiedliche Positionen und Erziehungsmethoden stattfinden, um möglichst gemeinsam am „gleichen Strang“ zu ziehen.
Zweimal im Jahr gibt es einen Elternabend, an dem das Team den Eltern einen intensiveren Einblick in die pädagogische Arbeit und das Gruppengeschehen gibt. Projekte und Gruppenstrukturen werden erläutert und die Eltern werden über Termine und sonstige allgemeine Themen informiert. Der Abend dient auch dazu, dass Eltern Fragen beantwortet bekommen oder das über fachliche Inhalte diskutiert wird. Diese informativen Abende sollten unbedingt wahrgenommen werden, da sie wichtig sind für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
5.3. Elternvertretung
Auf einem Elternabend wird im Oktober eine Elternvertretung von der Elternschaft gewählt. Die Elternvertretung ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Elternschaft und Mitarbeitenden. Regelmäßige Treffen finden mit der Kita-Leitung nach Terminvereinbarung statt. Die Elternvertretung hat die Möglichkeit, Kita-Prozesse zu unterstützen oder eigene Veranstaltungen und Aktivitäten zu organisieren.
6. Mitarbeitende im Kinderladen
6.1. Rollenverständnis
Unser Kita-Alltag ist bunt und unser Team ist es auch! Wir bringen unterschiedliche Erfahrungen, Ansichten und Neigungen mit ins Team und das ist auch gut so. Denn nur so können wir den uns anvertrauten Kindern Vielfalt vorleben.
Jedoch haben wir trotz vieler Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten und unser größter Anspruch ist, den Kindern sowie den Eltern als verlässliche, einfühlsame Bezugspersonen zur Seite zu stehen. Während der gesamten Betreuungszeit, die die Kinder bei uns in der Kita verbringen, wollen wir den Kindern verstärkt einen Lebensraum anbieten, in dem sie sich ohne Zwang und Leistungsdruck frei entfalten und entwickeln können – und das auf die Art und Weise, wie es ihrem individuellen Entwicklungsrhythmus entspricht. Ziel eines jeden Tages ist, dass die Kinder mit Freude und Vertrauen zu uns ins Haus kommen und spielen, spielen, spielen…! Unsere Kinder sollen das Leben in einer Gemeinschaft genießen und persönlich an der Gemeinschaft wachsen.
Für dieses Ziel tun wir einiges:
- Wir stellen uns als authentische, zugewandte Gesprächspartner zur Verfügung und möchten unsere Arbeit transparent und nachvollziehbar gestalten.
- Wir wollen den Kindern in jedweder Weise Vorbild sein und für die Kinder die Kita so gestalten, dass es für sie ein sicherer Ort ist, der ihnen Geborgenheit gibt.
- Wir wollen größtmöglich auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und geben ihnen körperliche und seelische Zuwendung.
- Wir fördern die Kinder in allen Entwicklungsbereichen und möchten ihnen als Lernende und Entdeckende zur Seite stehen.
- Wir wollen den Kindern durch vielseitige Räume und Materialien ganzheitliche Erfahrungen möglich machen.
- Wir wollen den Kindern Mut machen, an neue Aufgaben heranzugehen und geben ihnen Impulse um lebendige und kreative Lernerfahrungen machen zu können.
- Im Umgang mit den Kindern möchten wir fair und wahrhaftig sein und sehen uns in Konfliktsituationen als Vermittler, nicht als Richter.
- Wir bieten den Kindern in allen Bereichen die Möglichkeit von Selbstbestimmung und Partizipation.
- Wir sehen jedes Kind als eigenständiges Individuum mit ganz individuellen Wünschen und Bedürfnissen.
- Wir arbeiten und handeln stets nach den Prinzipien der Kinderrechtskonvention.
- Wir sind die Anwät*innen der uns anvertrauten Kinder.
6.2. Verantwortung
In unserer Arbeit als Pädagog*innen tragen wir täglich eine hohe Verantwortung für die körperliche, geistige und seelische Unversehrtheit der Kinder in unserer Kita. Dieser Verantwortung sind wir uns immer bewusst und sind stetig dabei, uns und unsere Handlungsweise zu reflektieren und anzupassen. Damit das gelingt, suchen wir untereinander im Team aber auch mit den Eltern immer das offene Gespräch.
Wir sehen Kinder als kompetente Wesen und ermöglichen ihnen eine freie Entfaltung, damit sie ihre Neugierde erhalten und sich zu individuellen Persönlichkeiten entwickeln, die mit stabilen Selbstkonzepten offen ins Leben gehen.
Kinder haben bei uns ein Recht auf:
- freie Entfaltung und Selbstbestimmung im Rahmen des Möglichen
- Rückzug, Fürsorge und Geborgenheit
- Zugewandte, verständnisvolle Zuhörer*innen und Gesprächspartner
- Spielen
- Gleichheit, unabhängig ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht, körperlicher oder geistiger Einschränkungen
- Entwicklung in ihrem eigenen Tempo
- Intimsphäre und eigenem Grenzempfinden
- verbales und nonverbales, respektvolles, wertschätzendes Verhalten
- Unterstützung und Ermutigung
Um diese Rechte jedem zu ermöglichen, bedarf es für alle Beteiligten Regeln, die immer wieder nachvollziehbar kommuniziert werden müssen um verinnerlicht zu werden:
- Absprachen von Kindern und Erwachsenen einhalten.
- Grenzen achten! „Stopp“ und „Nein“ muss akzeptiert werden.
- Wir lachen uns nicht gegenseitig aus. Keine Beleidigungen. Jeder ist „Richtig“ wie er/sie ist.
- Keine Gewalt bei Konflikten, keine Waffen.
- Hilfe holen ist kein Petzen!
- Wir lassen einander ausreden und hören uns zu.
- Ruhezonen beachten.
- Kein unerlaubtes Verlassen der Kita.
6.3. Teamsitzungen
Das pädagogische Team setzt sich alle wöchentlich für zwei Stunden zusammen, um organisatorische Sachverhalte zu besprechen, pädagogische Angebote zu planen oder zurückliegende Ereignisse zu reflektieren. Der gemeinsame Austausch ist für das Team sehr wichtig, um im Alltag konform miteinander zu agieren. Es werden in dieser Zeit auch Entwicklungsgespräche vorbereitet und pädagogische Konzeptinhalte hinterfragt, diskutiert und gegebenenfalls neu erarbeitet.
Auch dient diese Zeit für Supervisionen, Fallbesprechungen, Kennenlerngespräche mit neuen Eltern oder einmal im Monat für eine externe Ergotherapie, um ein rückenschonendes Arbeiten zu ermöglichen.
6.4. Fortbildungen, Studientage
Den einzelnen Teammitgliedern wird es ermöglicht, regelmäßig Fortbildungsangebote wahr zu nehmen. Von den Inhalten der Fortbildung wird dann gerne auf Teamsitzungen berichtet und es können neue Handlungsweisen für die Praxis oder konzeptionelle Inhalte entstehen. Studientage umfassen die Weiterbildung für das gesamte Team zu einem pädagogischen Inhalt, der für die Einrichtung oder das Team sinnvoll oder sogar nötig ist. Sie dienen der stetig, weiterführenden Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Kita. Dreimal im Jahr finden diese besonderen Weiterbildungstage statt und werden spätestens am Anfang des Jahres den Eltern bekanntgegeben.
Alle Kolleg*innen sind Ersthelfer*innen. Hierfür belegen wir jährlich einen Erste-Hilfe-Kurs: immer im Wechsel den Grundkurs und den Erst-Hilfe-Kurs speziell für Kinder.
Alle neuen Kolleg*innen müssen die Nachschulung bei SOAL zur Qualitätsentwicklung und -sicherung machen, um uns im stetigen Qualitätsentwicklungsprozess zu unterstützen.
6.5. Leitungstreffen
Die Kita-Leitung setzt sich im 14-tägigen Rhythmus, oder nach Dringlichkeit, mit dem Vereinsvorstand zusammen, um sich über alle anfallenden Kita- und Trägerbelange auszutauschen und zu informieren. Regelmäßig nimmt an diesen Treffen auch die Buchhalterin (Stefanie Bibo) teil. Das Treffen dient dazu Absprachen zu treffen, betriebswirtschaftliche Inhalte zu reflektieren oder gegebenenfalls neu zu regeln.
Außerdem nimmt die Kita-Leitung am Leitungstreffen von SOAL teil und eine oder mehrere Personen des Teams besuchen die Treffen der Qualitätsentwicklung. Diese Treffen dienen dem Austausch und der Information.
7. Besondere Aktivitäten
7.1. Feste
Feste werden gefeiert wie sie kommen! Und es gibt viele Festivitäten zu feiern!
Zusammen „Feiern“ bedeutet für uns, Freude und Spaß gemeinsam erleben zu können und den Zusammenhalt der Menschen in unserer kleinen Kita noch ein wenig mehr zu stärken. Große Feste wie die Weihnachtsfeier, das Sommerfest oder das Laternenfest dienen dem ungezwungenen Austausch der Eltern und Mitarbeitenden untereinander. Neuen Eltern und Kindern wird ein Kennenlernen erleichtert und Eltern, die sich durch unterschiedliche Bringzeiten und Abholzeiten selten sehen, haben die Chance wieder ins Gespräch zu kommen. Zu diesen Festen werden auch ehemalige Kinder und Eltern eingeladen.
Kulinarische Highlights werden von den Eltern in selbständiger Eigenregie organisiert und mitgebracht, für Getränke sorgt der Kindergarten.
Aber auch die „kleinen“ Feste haben einen großen Stellenwert in unserer Gruppe. Geburtstage sind das Highlight für fast jedes Kind. Und wer möchte, darf sich an diesem Tag mit Geburtstagstisch, Liedern, einem großen Geburtstagsfrühstück mit Brötchen und einem Geschenk feiern lassen. Das Geburtstagskind bringt meist einen Kuchen oder ähnliches für die Kindergruppe mit. Diesbezüglich gibt es bei uns keine Vorschriften, das wird vom Geburtstagskind entschieden. Die Eltern achten hierbei auf Allergien, Unverträglichkeiten und kulturelle und religiöse Besonderheiten.
Des Weiteren feiern wir mit den Kindern Fasching und Halloween. Hier dürfen sich alle Kinder (und Kolleg*innen) verkleiden, es gibt ein buntes Buffet zum Mittagessen und wir tanzen und spielen Spiele.
Auch nehmen wir gerne kulturelle und religiöse Festlichkeiten, die die Kinder in die Gruppe tragen, gerne mit in unsere Festlichkeiten auf. So haben wir in den letzten Jahren auch das muslimische Zuckerfest mit einem großen Frühstück und mitgebrachten Köstlichkeiten geehrt.
7.2. Übernachtung
Einmal im Jahr haben die Kinder die Möglichkeit in der Kita zu übernachten. Diese Veranstaltung findet meist von Donnerstag auf Freitag statt, sodass die Kinder am nächsten Tag nach dem gemeinsamen Frühstück, zu dem die Eltern auch eingeladen sind, mit nach Haus genommen werden können. Das Programm von diesem besonderen Tag wird entweder mit den Kindern gemeinsam gestaltet oder als Überraschung von den Mitarbeitenden präsentiert. In der Regel geht die Übernachtung mit einem vorherigen großen Ausflug (Wildpark, Kinderbauernhof, etc.) einher.
Für die Kinder ist die Übernachtung ein großer Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung und ein außergewöhnliches Fest, das mit gemischten Gefühlen erlebt werden kann. Außerdem dient die Übernachtung vielen Kindern auch als Vorbereitung für die Kinderreise. Die Freiwilligkeit der Teilnahme jedes einzelnen Kindes steht hier im Vordergrund.
7.3. Kinderreise
Seit vielen Jahren bieten wir allen Kindern ab dem 2. Geburtstag eine gemeinsame Reise mit drei Übernachtungen an. Reisekosten, Anfahrtslänge, Buchungstermine und Personalstrukturen sind Kriterien für das Reiseziel. Uns ist es wichtig, dass man das Ziel der Kinderreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht, um es auch Eltern ohne Auto zu ermöglichen, ihre Kinder im Bedarfsfall abzuholen.
Die Kosten müssen von den Eltern übernommen werden, können aber von Kindern mit niedrigem Einkommen von behördlicher Seite bezuschusst oder übernommen werden. Die Unterlagen für die Beantragung hat die Kita-Leitung.
Dieses großartige Angebot basiert selbstverständlich ebenfalls auf der Freiwilligkeit der Kinder.
8. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
SOAL e.V.
Alternativer Wohlfahrtsverband - Professionelle Unterstützung seit über 40 Jahren
Polizei Lerchenstraße
Zusammenarbeit für Sicherheit und Verkehrserziehung
Jugendzahnpflege Hamburg
Förderung der Zahngesundheit bei Kindern
Öffentliche Bücherhallen
Regelmäßige Besuche zur Leseförderung
Bezirksamt Hamburg Mitte
Verwaltungsangelegenheiten und Unterstützung
Jugendamt Hamburg Mitte
Fachliche Beratung und Kooperation